Original text (German)
§ 15. (1) Die verstärkten Sorgfaltspflichten sind zusätzlich zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten zu erfüllen. (2) Verpflichtete haben verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen, wenn sie im Rahmen der Risikoanalyse oder im Einzelfall unter Berücksichtigung der in den Anlagen 1 und 2 genannten Risikofaktoren feststellen, dass ein höheres Risiko der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung bestehen kann. Die Verpflichteten bestimmen den konkreten Umfang der zu ergreifenden Maßnahmen entsprechend dem jeweiligen höheren Risiko der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung. Für die Darlegung der Angemessenheit gilt § 10 Absatz 2 Satz 4 entsprechend. (3) Ein höheres Risiko liegt insbesondere vor, wenn es sich 1. bei einem Vertragspartner des Verpflichteten oder bei einem wirtschaftlich Berechtigten um eine politisch exponierte Person, ein Familienmitglied oder um eine bekanntermaßen nahestehende Person handelt, 2. um eine Geschäftsbeziehung oder Transaktion handelt, an der ein von der Europäischen Kommission nach Artikel 9 Absatz 2 der Richtlinie (EU) 2015/849, der durch Artikel 1 Nummer 5 der Richtlinie (EU) 2018/843 geändert worden ist, ermittelter Drittstaat mit hohem Risiko oder eine in diesem Drittstaat ansässige natürliche oder juristische Person beteiligt ist; dies gilt nicht für Zweigstellen von in der Europäischen Union niedergelassenen Verpflichteten nach Artikel 2 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2015/849, der durch Artikel 1 Nummer 1 der Richtlinie (EU) 2018/843 geändert worden ist, und für mehrheitlich im Besitz dieser Verpflichteten befindliche Tochterunternehmen, die ihren Standort in einem Drittstaat mit hohem Risiko haben, sofern sich diese Zweigstellen und Tochterunternehmen uneingeschränkt an die von ihnen anzuwendenden gruppenweiten Strategien und Verfahren nach Artikel 45 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2015/849 halten, 3. um eine Transaktion handelt, die im Vergleich zu ähnlichen Fällen a) besonders komplex oder ungewöhnlich groß ist, b) einem ungewöhnlichen Transaktionsmuster folgt oder c) keinen offensichtlichen wirtschaftlichen oder rechtmäßigen Zweck hat, oder 4. für Verpflichtete nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 6 bis 8 um eine grenzüberschreitende Korrespondenzbeziehung mit Respondenten mit Sitz in einem Drittstaat oder, vorbehaltlich einer Beurteilung durch die Verpflichteten als erhöhtes Risiko, in einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums handelt. (4) In einem der in den Absätzen 2 und 3 Nummer 1 genannten Fälle sind mindestens folgende verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen: 1. die Begründung oder Fortführung einer Geschäftsbeziehung bedarf der Zustimmung eines Mitglieds der Führungsebene, 2. es sind angemessene Maßnahmen zu ergreifen, mit denen die Herkunft der Vermögenswerte bestimmt werden kann, die im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt werden, und 3. die Geschäftsbeziehung ist einer verstärkten kontinuierlichen Überwachung zu unterziehen. Wenn im Fall des Absatzes 3 Nummer 1 der Vertragspartner oder der wirtschaftlich Berechtigte erst im Laufe der Geschäftsbeziehung ein wichtiges öffentliches Amt auszuüben begonnen hat oder der Verpflichtete erst nach Begründung der Geschäftsbeziehung von der Ausübung eines wichtigen öffentlichen Amts durch den Vertragspartner oder den wirtschaftlich Berechtigten Kenntnis erlangt, so hat der Verpflichtete sicherzustellen, dass die Fortführung der Geschäftsbeziehung nur mit Zustimmung eines Mitglieds der Führungsebene erfolgt. Bei einer ehemaligen politisch exponierten Person haben die Verpflichteten für mindestens zwölf Monate nach Ausscheiden aus dem öffentlichen Amt das Risiko zu berücksichtigen, das spezifisch für politisch exponierte Personen ist, und so lange angemessene und risikoorientierte Maßnahmen zu treffen, bis anzunehmen ist, dass dieses Risiko nicht mehr besteht. (5) In dem in Absatz 3 Nummer 2 genannten Fall haben Verpflichtete mindestens folgende verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen: 1. sie müssen einholen: a) zusätzliche Informationen über den Vertragspartner und den wirtschaftlich Berechtigten, b) zusätzliche Informationen über die angestrebte Art der Geschäftsbeziehung, c) Informationen über die Herkunft der Vermögenswerte und des Vermögens des Vertragspartners, d) Informationen über die Herkunft der Vermögenswerte und des Vermögens des wirtschaftlich Berechtigten mit Ausnahme der Person, die nach § 3 Absatz 2 Satz 5 als wirtschaftlich Berechtigter gilt, e) Informationen über die Gründe für die geplante oder durchgeführte Transaktion und f) Informationen über die geplante Verwendung der Vermögenswerte, die im Rahmen der Transaktion oder Geschäftsbeziehung eingesetzt werden, soweit dies zur Beurteilung der Gefahr von Terrorismusfinanzierung erforderlich ist, 2. die Begründung oder Fortführung einer Geschäftsbeziehung bedarf der Zustimmung eines Mitglieds der Führungsebene und 3. bei einer Geschäftsbeziehung müssen sie die Geschäftsbeziehung verstärkt überwachen durch a) häufigere und intensivere Kontrollen sowie b) die Auswahl von Transaktionsmustern, die einer weiteren Prüfung bedürfen. (5a) In dem in Absatz 3 Nummer 2 genannten Fall und zusätzlich zu den in Absatz 5 genannten verstärkten Sorgfaltspflichten können die zuständigen Aufsichtsbehörden risikoangemessen und im Einklang mit den internationalen Pflichten der Europäischen Union eine oder mehrere von den Verpflichteten zu erfüllende verstärkte Sorgfaltspflichten anordnen, die auch folgende Maßnahmen umfassen können: 1. die Meldung von Finanztransaktionen an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, 2. die Beschränkung oder das Verbot geschäftlicher Beziehungen oder Transaktionen mit natürlichen oder juristischen Personen aus Drittstaaten mit hohem Risiko, 3. das Verbot für Verpflichtete mit Sitz in einem Drittstaat mit hohem Risiko, im Inland Tochtergesellschaften, Zweigniederlassungen oder Repräsentanzen zu gründen, 4. das Verbot, Zweigniederlassungen oder Repräsentanzen in einem Drittstaat mit hohem Risiko zu gründen, 5. die Verpflichtung für Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften von Verpflichteten mit Sitz in einem Drittstaat mit hohem Risiko, sich einer verschärften Prüfung der Einhaltung der geldwäscherechtlichen Pflichten a) durch die zuständige Aufsichtsbehörde zu unterziehen oder b) durch einen externen Prüfer zu unterziehen, 6. die Einführung verschärfter Anforderungen in Bezug auf eine externe Prüfung nach Nummer 5 Buchstabe b, 7. für Verpflichtete nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 6 bis 9 die Überprüfung, Änderung oder erforderlichenfalls Beendigung von Korrespondenzbankbeziehungen zu Respondenten in einem Drittstaat mit hohem Risiko. Bei der Anordnung dieser Maßnahmen gilt für die zuständigen Aufsichtsbehörden Absatz 10 Satz 2 entsprechend. (6) In dem in Absatz 3 Nummer 3 genannten Fall sind mindestens folgende verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen: 1. die Transaktion sowie deren Hintergrund und Zweck sind mit angemessenen Mitteln zu untersuchen, um das Risiko der jeweiligen Geschäftsbeziehung oder Transaktionen in Bezug auf Geldwäsche oder auf Terrorismusfinanzierung überwachen und einschätzen zu können und um gegebenenfalls prüfen zu können, ob die Pflicht zu einer Meldung nach § 43 Absatz 1 vorliegt, und 2. die der Transaktion zugrunde liegende Geschäftsbeziehung, soweit vorhanden, ist einer verstärkten kontinuierlichen Überwachung zu unterziehen, um das mit der Geschäftsbeziehung und mit einzelnen Transaktionen verbundene Risiko in Bezug auf Geldwäsche oder auf Terrorismusfinanzierung einschätzen und bei höherem Risiko überwachen zu können. (7) In dem in Absatz 3 Nummer 4 genannten Fall haben Verpflichtete nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 6 bis 9 bei Begründung einer Geschäftsbeziehung mindestens folgende verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen: 1. es sind ausreichende Informationen über den Respondenten einzuholen, um die Art seiner Geschäftstätigkeit in vollem Umfang verstehen und seine Reputation, seine Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie die Qualität der Aufsicht bewerten zu können, 2. es ist vor Begründung einer Geschäftsbeziehung mit dem Respondenten die Zustimmung eines Mitglieds der Führungsebene einzuholen, 3. es sind vor Begründung einer solchen Geschäftsbeziehung die jeweiligen Verantwortlichkeiten der Beteiligten in Bezug auf die Erfüllung der Sorgfaltspflichten festzulegen und nach Maßgabe des § 8 zu dokumentieren, 4. es sind Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sie keine Geschäftsbeziehung mit einem Respondenten begründen oder fortsetzen, von dem bekannt ist, dass seine Konten von einer Bank-Mantelgesellschaft genutzt werden, und 5. es sind Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der Respondent keine Transaktionen über Durchlaufkonten zulässt. Handelt es sich um eine grenzüberschreitende Korrespondenzbeziehung zwischen Anbietern von Kryptowerte-Dienstleistungen, hat der Verpflichtete zusätzlich zu den verstärkten Sorgfaltspflichten nach Satz 1 Nummer 1 Informationen über die Zulassung oder Eintragung des Respondenten einzuholen. (8) Liegen Tatsachen, einschlägige Evaluierungen, Berichte oder Bewertungen nationaler oder internationaler für die Verhinderung oder Bekämpfung der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung zuständiger Stellen vor, die die Annahme rechtfertigen, dass über die in Absatz 3 genannten Fälle hinaus ein höheres Risiko besteht, so kann die Aufsichtsbehörde anordnen, dass die Verpflichteten die Transaktionen oder Geschäftsbeziehungen einer verstärkten Überwachung unterziehen und zusätzliche, dem Risiko angemessene Sorgfaltspflichten sowie erforderliche Gegenmaßnahmen zu erfüllen haben. (9) Ist der Verpflichtete nicht in der Lage, die verstärkten Sorgfaltspflichten zu erfüllen, so gilt § 10 Absatz 9 entsprechend. (10) Das Bundesministerium der Finanzen kann durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, 1. Fallkonstellationen bestimmen, in denen insbesondere im Hinblick auf Staaten, Kunden, Produkte, Dienstleistungen, Transaktionen oder Vertriebskanäle ein potenziell höheres Risiko der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung besteht und die Verpflichteten bestimmte verstärkte Sorgfaltspflichten und Gegenmaßnahmen zu erfüllen haben, 2. für Fallkonstellationen im Sinne des Absatzes 3 Nummer 2 bestimmte verstärkte Sorgfaltspflichten und Gegenmaßnahmen anordnen sowie für die Anordnung und Ausgestaltung verstärkter Sorgfaltspflichten durch die zuständigen Aufsichtsbehörden nach Absatz 5a Regelungen treffen. Das Bundesministerium der Finanzen hat bei Erlass einer Rechtsverordnung nach dieser Vorschrift einschlägige Evaluierungen, Bewertungen oder Berichte internationaler Organisationen oder von Einrichtungen für die Festlegung von Standards mit Kompetenzen im Bereich der Verhinderung von Geldwäsche und der Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung hinsichtlich der von einzelnen Drittstaaten ausgehenden Risiken zu berücksichtigen.
Translation (Machine translation, unofficial)
Section 15 (1): Enhanced due-diligence measures must be performed in addition to general due-diligence measures. (2): Obliged entities must perform enhanced due diligence if, in their risk analysis or in an individual case, taking account of the risk factors in Annexes 1 and 2, they determine that there may be a higher risk of money laundering or terrorist financing. They determine the specific scope of measures according to the particular higher risk. Section 10(2), sentence 4 applies correspondingly to explaining the appropriateness of the measures. (3): A higher risk exists in particular where: 1. the contracting party or a beneficial owner is a politically exposed person, a family member or a known close associate; 2. a high-risk third country identified by the European Commission under Article 9(2) of Directive (EU) 2015/849, as amended by Directive (EU) 2018/843, or a natural or legal person resident in that country is involved in the relationship or transaction. This does not apply to branches of EU-established obliged entities under Article 2(1) of Directive (EU) 2015/849, as amended, or majority-owned subsidiaries of those entities located in a high-risk third country, provided those branches and subsidiaries fully comply with the group-wide policies and procedures they must apply under Article 45(1) of that Directive; 3. a transaction, compared with similar cases: (a) is particularly complex or unusually large, (b) follows an unusual transaction pattern, or (c) has no obvious economic or lawful purpose; or 4. for obliged entities under section 2(1) nos. 1 to 3 and 6 to 8, the relationship is a cross-border correspondent relationship with a respondent established in a third country or, subject to the obliged entity's assessment that the risk is higher, in an EEA state. (4): In a case under paragraph 2 or paragraph 3 no. 1, at least the following enhanced measures must be performed: 1. establishing or continuing a business relationship requires the approval of a member of senior management; 2. appropriate measures must be taken to determine the origin of assets used in the relationship or transaction; and 3. the relationship must be subject to enhanced ongoing monitoring. If, in a case under paragraph 3 no. 1, the contracting party or beneficial owner begins holding an important public office only during the relationship, or the obliged entity learns of that office only after the relationship is established, the entity must ensure that continuing the relationship is approved by a member of senior management. For a former politically exposed person, obliged entities must for at least 12 months after the person leaves public office take account of the risk specific to PEPs and continue appropriate, risk-oriented measures until it can be assumed that the risk no longer exists. (5): In a case under paragraph 3 no. 2, obliged entities must at least: 1. obtain (a) additional information about the contracting party and beneficial owner, (b) additional information about the intended nature of the relationship, (c) information about the origin of the contracting party's assets and wealth, (d) information about the origin of the beneficial owner's assets and wealth, except for a person deemed to be a beneficial owner under section 3(2), sentence 5, (e) information about the reasons for the planned or completed transaction, and (f) information about the planned use of assets used in the transaction or relationship, insofar as necessary to assess terrorist-financing risk; 2. obtain a senior-management member's approval to establish or continue the relationship; and 3. for a relationship, conduct enhanced monitoring through (a) more frequent and intensive checks and (b) selecting transaction patterns requiring further examination. (5a): In the case under paragraph 3 no. 2, and in addition to paragraph 5 measures, competent supervisory authorities may, proportionately to risk and consistently with the European Union's international obligations, order one or more enhanced measures for obliged entities. Such measures may include: 1. reporting financial transactions to the Financial Intelligence Unit; 2. restricting or prohibiting business relationships or transactions with natural or legal persons from high-risk third countries; 3. prohibiting obliged entities established in a high-risk third country from setting up subsidiaries, branches or representative offices domestically; 4. prohibiting the establishment of branches or representative offices in a high-risk third country; 5. requiring branches and subsidiaries of obliged entities established in a high-risk third country to undergo enhanced examination of AML compliance by (a) the competent supervisor or (b) an external auditor; 6. imposing stricter requirements for an external examination under point 5(b); and 7. for obliged entities under section 2(1) nos. 1 to 3 and 6 to 9, reviewing, amending or, if necessary, terminating correspondent banking relationships with respondents in a high-risk third country. Section 15(10), sentence 2 applies correspondingly to the competent supervisory authorities when ordering these measures. (6): In a case under paragraph 3 no. 3, at least: 1. the transaction and its background and purpose must be investigated by appropriate means, so that the risk of money laundering or terrorist financing associated with the relationship or transaction can be monitored and assessed and, where appropriate, whether a report is required under section 43(1) can be examined; and 2. any underlying business relationship must be subject to enhanced ongoing monitoring so that the risk associated with the relationship and individual transactions can be assessed and, where risk is higher, monitored. (7): In a case under paragraph 3 no. 4, obliged entities under section 2(1) nos. 1 to 3 and 6 to 9 must, when establishing a relationship, at least: 1. obtain sufficient information about the respondent to understand fully the nature of its business and assess its reputation, AML/CTF controls and supervisory quality; 2. obtain a senior-management member's approval before establishing the relationship; 3. define the parties' respective responsibilities for due diligence before establishing the relationship and document them under section 8; 4. take measures to ensure they do not establish or continue a relationship with a respondent known to allow its accounts to be used by a shell bank; and 5. take measures to ensure that the respondent does not permit transactions through payable-through accounts. For a cross-border correspondent relationship between crypto-asset service providers, the obliged entity must, in addition to the enhanced measure in sentence 1 no. 1, obtain information about the respondent's authorisation or registration. (8): If facts, relevant evaluations, reports or assessments of national or international bodies responsible for preventing or combating money laundering or terrorist financing justify assuming a higher risk beyond the cases in paragraph 3, the supervisory authority may order obliged entities to subject transactions or relationships to enhanced monitoring and to perform additional risk-appropriate due-diligence measures and necessary countermeasures. (9): If the obliged entity cannot fulfil enhanced due-diligence measures, section 10(9) applies correspondingly. (10): The Federal Ministry of Finance may by regulation not requiring Bundesrat consent: 1. specify situations, in particular concerning countries, customers, products, services, transactions or distribution channels, with potentially higher ML/TF risk in which obliged entities must perform specified enhanced due-diligence measures and countermeasures; and 2. order specified enhanced measures and countermeasures for cases under paragraph 3 no. 2, and regulate the ordering and design of enhanced measures by competent supervisory authorities under paragraph 5a. In issuing a regulation under this provision, the Ministry must take account of relevant evaluations, assessments or reports by international organisations or standard-setting bodies competent in AML/CTF, concerning risks posed by individual third countries.
Plain English
Enhanced CDD supplements ordinary CDD whenever the firm's risk analysis or case-specific assessment identifies potentially higher risk. The statute lists PEP/close-associate cases, high-risk third-country links, unusually complex/large/patterned/purposeless transactions and specified cross-border correspondent relationships. Different minimum controls then apply: senior-management approval, source-of-assets work and enhanced monitoring for PEP/higher-risk cases; specified customer, wealth, purpose and transaction information plus approval/intensified checks for high-risk-country cases; investigation and enhanced monitoring for unusual transactions; and respondent, control, responsibility, shell-bank and payable-through safeguards for correspondent business. A former PEP receives risk-specific treatment for at least 12 months, continuing until the elevated risk is no longer assumed. Supervisors may order further measures in defined circumstances; those orders must not be represented as universal obligations. If the firm cannot perform required EDD, §10(9) applies.
Obligation
Assess for higher risk and, where triggered, add the applicable enhanced due-diligence controls to general CDD: management approval, asset-origin inquiry, enhanced monitoring, additional high-risk-country data, unusual-transaction investigation or correspondent-specific controls. Refuse/end the relationship or transaction under §10(9) if required EDD cannot be completed.
Assess Collect information Verify Report Prohibited action
Data items: PEP/family/close-associate status, high-risk-country nexus, customer and beneficial-owner details and wealth/asset origin, relationship purpose and intended nature, transaction reasons and intended asset use where needed for TF assessment, respondent reputation, business, AML controls, supervisory quality, authorisation/registration, transaction pattern/background/purpose and correspondent allocation of responsibilities
Verpflichtete haben verstärkte Sorgfaltspflichten zu erfüllen, wenn sie im Rahmen der Risikoanalyse oder im Einzelfall unter Berücksichtigung der in den Anlagen 1 und 2 genannten Risikofaktoren feststellen, dass ein höheres Risiko der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung bestehen kann.
Translation: Obliged entities must perform enhanced due diligence if, in their risk analysis or in an individual case, taking account of the risk factors in Annexes 1 and 2, they determine that there may be a higher risk of money laundering or terrorist financing.
Applies to
- Firm types
- All relevant persons
- Business lines
- All business lines
- Customer types
- Individual customer, Company, Trust or legal arrangement, All customer types
- Stages
- Onboarding, Ongoing review, Investigation
- Conditions
- Paragraphs (1)-(2) make EDD additional to general CDD and trigger it where the firm's risk analysis or individual assessment, considering Annexes 1 and 2, finds that higher ML/TF risk may exist. Paragraph (3) identifies non-exhaustive higher-risk cases: PEP/family/known close associate; involvement of a Commission-identified high-risk third country/person; transactions particularly complex, unusually large, unusually patterned or without obvious economic/lawful purpose; and (for the listed §2 categories) cross-border correspondent relationships involving third-country respondents or EEA respondents where the firm assesses higher risk. Paragraph (4) applies minimum approval/source-of-assets/enhanced-monitoring measures to paragraph (2) and PEP cases. Paragraph (5) applies its specified extra information, approval and monitoring measures to high-risk-country cases. Paragraph (6) prescribes investigation and monitoring for unusual transactions. Paragraph (7) sets correspondent controls for §2(1) nos. 1-3 and 6-9; cross-border crypto-service-provider correspondents also require respondent authorisation/registration information. A supervisor's order under (5a) or (8) creates an additional applicable control only for its addressee and scope.
- Exceptions
- The paragraph (3) no. 2 higher-risk-country trigger excludes EU-established obliged entities' branches and majority-owned subsidiaries in the high-risk country where they fully apply the relevant group-wide policies/procedures under Directive (EU) 2015/849 Article 45(1). In the paragraph (5) data set, information about assets/wealth is not required for the person deemed a beneficial owner under §3(2) sentence 5. Where a person becomes or is discovered to be a PEP during an existing relationship, senior-management approval is specifically required for continuation. Former-PEP measures last at least 12 months after leaving office and continue until the specific risk is no longer assumed. Paragraphs (5a) and (8) confer discretionary authority powers and are not automatic firm duties absent an order. Paragraph (10) confers ministry rulemaking powers. If required EDD cannot be completed, §10(9) applies; its legal-advice/litigation exception and other conditions remain applicable by cross-reference.